Ein neuer Proberaum

 

 

Endlich ist der erste Schritt getan!

Schlaflos waren die Nächte in gespannter Erwartung des ersten offiziellen botschart-Termins im neuen Proberaum.

Doch bevor der alte Kuhstall bezogen werden konnte, musste die botscharte Crew in der neuen Location ihre Räumungs- und Säuberungsqualitäten unter Beweis stellen. Was zuvor niemand für möglich gehalten hätte, wurde in 2 Stunden (30 min Netto-Arbeitszeit) dann doch Wirklichkeit, was aber unerwartet allen Recht war, da man sich dann doch schnell wieder die schöne, geheizte Wohnung in der Stadt herbeisehnte.

Dass der Putz überhaupt 2 Stunden dauerte, lag wohl bereits an der frühzeitig eingelegten, hochverdienten Arbeitspause nach einigen ungewohnt aufwendigen Handgriffen, die schließlich bei Bier und Zigarette in die unerschöpfliche Diskussionsbereitschaft der botscharten mündete, bei der einmal mehr die hochkomplexe Kommunikationssituation, für  die die Band wohl in einem  internationalen Vergleich im vordersten Spitzenfeld rangieren würde, hervorstach. Bernhard war sich wegen eines drei mal vereinbarten Termins noch immer nicht ganz sicher, te Tesch schockte alle mit der Ankündigung vielleicht doch kein neues Schlagzeug kaufen zu wollen, Zukunftsperspektiven wurden plötzlich kritisch hinterfragt, die Existenz der Band im Jahr 2031 in Frage gestellt, ein philosophischer Diskurs entstand. Warum ist nicht jeder Apfel rot, können Draken bald mit Meerwasser fliegen, wie geht es uns mit der Türkei, warum schaut die Andrea (Anm. der Redaktion: Name wurde verändert) so zwider, spielen wir heuer 3, vier oder doch 6 Konzerte?? Als es wirklich wirklich wichtig wurde, ging Karl den Boden fertig schrubben und Bernhard schiffen.

Übrig blieb ein in Hochglanzpolitur gereinigter neuer Proberaum, der eigentlich ein alter Bekannter ist: Hier wurden vor Jahrzehnten die botscharten Bandwurzeln begründet, als Karl zum Quartals-Jam einlud, Wugu ins Didgeridoo gröhlte, der Jungbauer html-Codes jodelte und Bernhard die alte E-Orgel, mit der schon die Kühe ihre Freude gehabt hatten, ausquetschte. Wo sich te Tesch damals aufhielt, kann leider aufgrund mangelnder Aufzeichnungen nicht mehr rekonstruiert werden. Jedenfalls konnte damals niemand auch nur ansatzweise erahnen, wohin die botscharte Reise noch führen würde (z.B. nach Markt Hartmannsdorf).

Doch dieser Reunions-Cleaning-Day sollte noch eine unerwartete Wende nehmen: Kurzerhand entschloss sich die Band an einem einzigartig wunderschönen Tag bei unglaublich wohltuender Landluft und vom Hunger geplagt den Bio-Hof in Richtung Weinstadl Olarizi zu verlassen, sogar zu Fuß, um in Kindheitserinnerungen schwelgend die lang herbeigesehnte ländliche Kulinarik (Stelze, Ripperl, Brüstl) auszukosten. Immerhin Karl bewies urbanen Geschmack und bestellte sich eine Eierschwammerlpizza. Rucola (noch) nicht vorhanden.

Wir sind gewappnet für 2017!!!


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